Familien-Partei fordert Modellprojekt für Kinderheime

[Pressemitteilung vom 31. Juli 2017]

Stadtrat Julien Ferrat (Familien-Partei) spricht sich für ein Umdenken in Kinderheimen aus. Momentan sind überwiegend Erzieher und Betreuer beschäftigt, welche die Perspektive aus der Sicht des Kindes nicht kennen. Die Stadt Mannheim soll daher ein Modellprojekt starten und gezielt ehemalige Heimkinder für den Beruf des Jugend- und Heimerziehers anwerben.

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung fragt Stadtrat Ferrat nach dem jährlichen Wechsel an Bezugspersonen und Betreuungspersonal im Vergleich zu betreuten Wohngruppen. Bekanntermaßen fehlt es vielen Heimkindern an persönlichen Bindungen, welche durch das bisherige Personal nicht adäquat kompensiert werden können. Die Anwerbung von ehemaligen Heimkindern könnte eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation darstellen.

„Allgemein wäre es wünschenswert, wenn verstärkt Betreuer angeworben werden würden, die als Kind selbst eine Heimerfahrung gemacht haben. Dies könnte die pädagogische Qualität in den Heimeinrichtungen anheben und dem Problem der kaum vorhandenen Bezugspersonen für die Kinder und Jugendlichen entgegen wirken“, schreibt Ferrat an die Mannheimer Verwaltungsspitze.