Kampagne gegen verbindliche Ganztagesschulen

Stadtrat Ferrat protestiert gegen verbindliche Ganztagesschulen

[Pressemitteilung vom 12. September 2016]

Die Familien-Partei startet eine Kampagne gegen die Bildungspolitik der Mannheimer Stadtverwaltung. Kernkritikpunkt ist, dass vorrangig in verbindliche Ganztagesschulen investiert wird. Dies bedeutet konkret, dass die Schüler den Nachmittag bis 16:00 Uhr in der Schule verbringen müssen – egal, ob die Eltern dies wünschen oder nicht. Mit 300 Plakaten will die Familien-Partei die Bürger über die Pläne der Stadtverwaltung informieren.

„Der Grund für die Kampagne ist der massive Eingriff in das Privatleben, der vollzogen werden soll. Es kann nicht sein, dass die Stadtverwaltung den Kindern und Eltern vorschreiben will, dass bereits ab der 1. Klasse Schulpflicht bis 16:00 Uhr gilt. Mit dem Ausbau der verbindlichen Ganztagesschule wird die Wahlfreiheit zwischen Fremd- und Eigenbetreuung in unserer Stadt abgeschafft“, kritisiert Stadtrat Julien Ferrat.

Die Familien-Partei bemängelt außerdem die mangelhafte Informationspolitik der Mannheimer Stadtverwaltung, die als Träger der öffentlichen Schulen fungiert. „Im vergangenen Jahr war die Stadtverwaltung nicht bereit, die Ganztagesschulen einer ernsthaften Evaluation zu unterziehen. Unter dem Deckmantel der Bildungsgerechtigkeit wird Etikettenschwindel betrieben“, so Ferrat.

Während das Landesschulgesetz es ausdrücklich den Akteuren vor Ort überlässt, in welchem Umfang in Ganztagesschulen investiert wird, will die Mannheimer Stadtverwaltung den Ausbau verbindlicher Ganztagesschulen in großem Ausmaß vorantreiben. Die Familien-Partei lehnt dies entschieden ab und fordert stattdessen, die optionalen Betreuungsangebote der Kinderhorte zu erhalten.