Pädagogische Defizite im Kinderhaus Dorothea Wespin

Kinderhaus Dorothea Wespin Mannheim

[Pressemitteilung vom 20. Mai 2018]

„Mein Sohn hat mir mehrmals erzählt, dass er im Kindergarten geschlagen wurde. Einmal hat er sogar im Gesicht geblutet“, berichtet Stadtrat Julien Ferrat (Familien-Partei). „Als ich deswegen beim Kindergarten angerufen hatte, wusste keiner Bescheid. Es ist erschreckend, wie oft es offenbar zu Gewalt unter den Kindern kommt, ohne dass die Erzieher einschreiten.“

Besonders in der Kritik steht das Verhalten des Kindergartens, wenn es zu Gewalt kommt, die von den Erziehern beobachtet wird. „Wenn ein Kind ein anderes Kind oft genug schlägt, erhält es faktisch die Belohnung, von den Eltern früher vom Kindergarten abgeholt zu werden. Das ist in meinen Augen Arbeitsverweigerung der Erzieher und ein äußerst problematischer Umgang mit Gewalt, da hierdurch die Gewaltspirale nicht durchbrochen, sondern sogar verschärft wird“, kommentiert Stadtrat Ferrat.

„Dass aus Opfern Täter werden, ist wenig überraschend, wenn von den Erziehern entweder falsch oder gar nicht reagiert wird. Als ich meinen Sohn gefragt habe, warum er es nicht den Erziehern sage, wenn er von anderen Kindern geschlagen werde, antwortete er mir, dass die Erzieher nichts machen würden“, so Ferrat abschließend.