Verhalten des Jugendamtes im Fall Kozhukhova

[Pressemitteilung vom 23. April 2018]

Stadtrat Julien Ferrat (Familien-Partei) hat sich im Zuge der Petition hinsichtlich des Verhaltens des Jugendamtes im Fall der Familie Kozhukhova an die Stadtverwaltung gewandt. Kernkritikpunkt ist, dass die Aussage einer pubertierenden 13-Jährigen, ihre Eltern seien zu streng, für eine Inobhutnahme ausreichend war.

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung fragt Stadtrat Ferrat, warum vom Jugendamt eine Inobhutnahme durchgeführt wurde, obwohl objektiv weder eine Vernachlässigung noch eine Misshandlung oder ein Missbrauch vorlagen. Ebenso wird gefragt, warum vom Jugendamt beim Familiengericht nicht die Einsetzung einer Familienhilfe als milderes und kostengünstigeres Mittel beantragt wurde.

„Es erschließt sich nicht, weshalb sich das Jugendamt von einer pubertierenden 13-Jährigen derart vorführen lässt. Anhaltspunkte für eine ernsthafte Kindeswohlgefährdung bestehen nach Aktenlage nicht. Weder eine akute noch latente Kindeswohlgefährdung geht aus den Gerichtsakten beim Familiengericht Mannheim hervor (Aktenzeichen: 4 F 1366/18 und 4 F 1499/18)“, schreibt Ferrat an die Mannheimer Verwaltungsspitze.