Kampagne gegen neue Ganztagesschulen

Stadtrat Ferrat protestiert gegen neue Ganztagesschulen

[Pressemitteilung vom 13. November 2017]

Die Familien-Partei startet eine Kampagne gegen die Bildungspolitik der Mannheimer Stadtverwaltung. Kernkritikpunkt ist, dass vorrangig in verbindliche Ganztagesschulen investiert wird. Dies bedeutet konkret, dass die Schüler den Nachmittag bis 16:00 Uhr in der Schule verbringen müssen – egal, ob die Eltern dies wünschen oder nicht. Mit 300 Plakaten will die Familien-Partei die Bürger über die Pläne der Stadtverwaltung informieren.

„Millionenbeträge werden für den Ausbau der Ganztagesschule jedes Jahr verschwendet. Gemäß den Rohdaten ist die Qualität der Ganztagesschulen sehr dürftig. Hauptsächlich decken sich die verbal geäußerten Ziele nur selten mit den numerischen Angaben aus den Statistiken. Die Schönrederei der Stadtverwaltung ist schwer zu ertragen und geht an der Realität völlig vorbei“, kritisiert Stadtrat Julien Ferrat.

Zu diesem Themenkomplex hat Stadtrat Ferrat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Hierbei bemängelt die Familien-Partei, dass die Stadtverwaltung sich beharrlich weigert eine Evaluation ihrer Ganztagesschulen durchzuführen, die den wissenschaftlichen Gütekriterien entspricht. „In der Schulstatistik 2016/2017 und im 3. Mannheimer Bildungsbericht 2015 sowie in der Beschlussvorlage V185/2017 stehen widersprüchliche Angaben“, so Ferrat.

Während das Landesschulgesetz es ausdrücklich den Akteuren vor Ort überlässt, in welchem Umfang in Ganztagesschulen investiert wird, will die Mannheimer Stadtverwaltung den Ausbau verbindlicher Ganztagesschulen in großem Ausmaß vorantreiben. Die Familien-Partei lehnt dies entschieden ab und fordert stattdessen, die optionalen Betreuungsangebote der Kinderhorte zu erhalten.